Zum Inhalt springen
🎉 Jetzt zum Mitmachfest mit einem Stand anmelden!

Veranstalter-Login | Instagram

Leichte Sprache | Gebärdensprache

Berliner Demokratietag
  • InfosErweitern
    • Hintergrund
    • Unterstützer
    • Medienpartner
    • Presse
    • Team
    • Newsletter
    • FAQ
  • Blog
  • Monat der DemokratieSEP 2026Erweitern
    • Infos für Veranstalter*innenErweitern
      • Alle Infos auf einem Blick
      • Registrierung als Veranstalter*in
      • Login als Veranstalter*in
    • Kalender 2025
    • Erweitern
      • Charlottenburg-Wilmersdorf
      • Friedrichshain-Kreuzberg
      • Lichtenberg
      • Marzahn-Hellersdorf
      • Mitte
      • Neukölln
      • Pankow
      • Reinickendorf
      • Steglitz-Zehlendorf
      • Spandau
      • Tempelhof-Schöneberg
      • Treptow-Köpenick
  • Mitmachfest13.09.Erweitern
    • Stand anmelden
  • Panel-Diskussion15.09.
  • RückblickErweitern
    • Rückblick 2025Erweitern
      • Mitmachfest 14.09.25
      • Abendveranstaltung 15.09.25
      • Aktionsmonat SEP 2025
      • Blogbeitrag zum Mitmachfest
    • Rückblick 2024Erweitern
      • Aktionstag 15.09.2024
      • Aktionsmonat SEP 2024
      • Demokratiebox
      • Blogbeitrag zu 2024
    • Rückblick 2023
    • Rückblick 2022
Berliner Demokratietag
Start / Interview / Interview: ZWEITZEUGEN e. V.

Interview: ZWEITZEUGEN e. V.

vonTeam Berliner Demokratietag erstellt am04/05/202604/05/2026 Interview, Partizipation in Berlin

ZWEITZEUGEN e. V. bewahrt die (Über)Lebensgeschichten von Holocaust-Überlebenden und vermittelt sie an Kinder und Jugendliche. Ziel ist es, Geschichte erfahrbar zu machen und junge Menschen zu „Zweitzeug:innen“ zu befähigen, die Verantwortung für das Erinnern weiterzutragen.

Team Demokratietag: Wie genau werden junge Menschen durch die Geschichten von Überlebenden selbst zu „Zweitzeugen“ und aktiven Gestaltern der Demokratie?

Zweitzeugen: Unser Ansatz folgt dem Zitat des Zeitzeugen Elie Wiesel: »Jeder, der heute einem Zeugen zuhört, wird selbst ein Zeuge werden«. Wir dokumentieren (Über)Lebensgeschichten und erzählen sie dort weiter, wo die Zeitzeug:innen es selbst nicht mehr können. Wir arbeiten nach unserem Herz-Kopf-Hand-Prinzip: Uns ist wichtig, (junge) Menschen emotional zu erreichen und ihr Interesse zu wecken. Gleichzeitig vermitteln wir historisches Wissen, schlagen Brücken zur Gegenwart und motivieren (junge) Menschen dazu, selbst aktiv zu werden. Sie übernehmen Verantwortung, indem sie die Geschichten in ihrem Umfeld weitergeben und so eine aktive Rolle in der Erinnerungskultur einnehmen.

Team Demokratietag: Welchen Stellenwert hat die persönliche Begegnung (mit Geschichten) für den Zusammenhalt in unserer heutigen Gesellschaft?

Zweitzeugen: Gerade in einer Zeit, in der unsere Gesellschaft spürbar polarisierter wird und antisemitische Vorfälle wieder zunehmen, sind persönliche Geschichten unglaublich wichtig. Sie schaffen Nähe, wo sonst Distanz entsteht, und erinnern uns daran, was uns als Gesellschaft verbindet. Die Erzählungen von (Über)Lebensgeschichten schaffen einen Zugang, der Empathie stärkt und demokratische Werte erfahrbar macht, indem sie das Abstrakte nah- und greifbar machen. Die Geschichten berühren die Jugendlichen emotional und können ein Ausgangspunkt dafür sein, dass sie sich intensiver mit gesellschaftlichem Zusammenleben und Gerechtigkeit
auseinandersetzen. In diesem Sinne ist jede Begegnung mit solchen Geschichten auch eine
Investition in unsere demokratische Gegenwart.

Über 92 % gaben an, durch den Workshop besser zu verstehen, wie das Leben für Juden:Jüdinnen zur NS-Zeit war.
Rund 81 % wissen nach einem Workshop, was sie selbst gegen Antisemitismus und Diskriminierung tun können.

Team Demokratietag: Welche Rückmeldungen erhalten Sie von Jugendlichen? Verändern die Workshops deren Blick auf Partizipation und Mitbestimmung in ihrer eigenen Nachbarschaft?

Zweitzeugen: Die Rückmeldungen sind überwältigend positiv: 2025 haben Kinder und Jugendliche unsere Workshops im Schnitt mit einer Note von 1,85 bewertet. Über 92 % gaben an, durch den Workshop besser zu verstehen, wie das Leben für Juden:Jüdinnen zur NS-Zeit war. Besonders wichtig: Rund 81 % wissen nach einem Workshop, was sie selbst gegen Antisemitismus und Diskriminierung tun können. Und genau hier sehen wir auch den Effekt auf Partizipation: Viele Jugendliche erleben erstmals, dass sie in ihrer eigenen Nachbarschaft etwas bewirken können. In unseren sogenannten »Hand-Projekten« – 2025 waren das insgesamt 32 Projekte – setzen sie eigene Ideen um, zum Beispiel in Form von Podcasts, Stop-Motion-Filmen oder lokalen Gedenkveranstaltungen. Sie gehen raus aus der reinen Wissensaufnahme und werden selbst aktiv. Das verändert ihren Blick auf Mitbestimmung ganz konkret hin zu »Ich kann selbst etwas beitragen«.

Team Demokratietag: Wie hilft das Wissen über die Vergangenheit dabei, heute gegen Antisemitismus und für demokratische Werte einzustehen?

Zweitzeugen: Durch Workshop-Methoden wie »Ein ganz normaler Tag« des Anne Frank Zentrums machen wir die Auswirkungen antijüdischer Gesetze von 1933-1945 im Alltag sichtbar und bauen eine Brücke ins Heute. Wir zeigen historische und gegenwärtige Kontinuitäten auf, damit (junge) Menschen erkennen, dass Antisemitismus kein abgeschlossenes Phänomen der Vergangenheit ist, sondern im Heute und in aktuellen Narrativen – beispielsweise in sozialen Medien – fortbesteht. Dieses Wissen hilft ihnen, heutige Ausdrucksformen von Antisemitismus zu dekonstruieren und mit klarer Haltung gegen Diskriminierung einzustehen.

Team Demokratietag: Wie kann man Ihre Arbeit unterstützen, und welche Projekte stehen bei den Zweitzeugen als Nächstes an?

Zweitzeugen: Wer unsere Arbeit unterstützen möchte, kann das ganz unkompliziert über eine einmalige Spende oder eine längerfristige Fördermitgliedschaft tun. Wir sind ursprünglich als ehrenamtliche Studierendeninitiative gestartet und haben uns Schritt für Schritt zu einem sozialen Unternehmen entwickelt. Umso wichtiger ist für uns heute die finanzielle Unterstützung, damit wir unsere Bildungsangebote weiter ausbauen und unsere Arbeit langfristig sichern können.

Für die nächste Zeit haben wir uns einiges vorgenommen: Mit HOLO-VOICES arbeiten wir an einem echten Leuchtturmprojekt mit, bei dem mithilfe von KI dialogähnliche Begegnungen mit Hologrammen von Zeitzeug:innen möglich werden. Gleichzeitig wollen wir unsere Angebote in der Erwachsenenbildung ausbauen und gezielt Multiplikator:innen – zum Beispiel Lehrkräfte, aber auch Unternehmen – stärker einbinden. Und das Thema Inklusion liegt uns besonders am Herzen. Wir entwickeln unsere Formate kontinuierlich weiter, damit sie möglichst barrierearm sind, zum Beispiel auch für Menschen mit Seh- oder Hörbehinderungen.

Das Gespräch wurde geführt mit Nina Taubenreuther, Geschäftsführerin von ZWEITZEUGEN e. V.

Weitere Informationen zum ZWEITZEUGEN e. V.

Zur Webseite des ZWEITZEUGEN e. V.

Welches Projekt oder welche Person, die sich für Demokratie in Berlin engagiert, sollen wir als nächstes vorstellen?

Schickt uns eure Anregungen an info@demokratietag.berlin.

Beitragsnavigation

Zurück Zurück
Interview: Stiftung Berliner Mauer
WeiterFortfahren
Jetzt für einen Stand bewerben zum Mitmachfest!
Newsletter

Nichts verpassen: Jetzt abonnieren und beim Demokratietag auf dem Laufenden bleiben!

Programm 2026

  • Monat der Demokratie | Sep 2026
  • Mitmachfest | 13.09.2026
  • Panel-Diskussion | 15.09.2026

Zum Demokratietag

  • Presse
  • Medienpartner
  • Unterstützer
  • FAQ
  • Kontakt

Infos zu Demokratie & Beteiligung gibt es auch auf Instagram (@demtagberlin)

Zum Instagram-Profil

Organisation:
Stiftung Zukunft Berlin

Logo der Stiftung Zukunft Berlin

Gefördert von:
Senatsverwaltung für Kultur und Gesellschaftlichen Zusammenhalt

Logo der Senatsverwaltung für Kultur und Gesellschaftlichen Zusammenhalt

info@demokratietag.berlin

Mitmachfest

Monat der Demokratie

Presse+

Team+

Unterstützer

Medienpartner

Rückblick

Kontakt

Datenschutzerklärung

Impressum

Zustimmung verwalten
Um dir ein optimales Erlebnis zu bieten, verwenden wir Technologien wie Cookies, um Geräteinformationen zu speichern und/oder darauf zuzugreifen. Wenn du diesen Technologien zustimmst, können wir Daten wie das Surfverhalten oder eindeutige IDs auf dieser Website verarbeiten. Wenn du deine Zustimmung nicht erteilst oder zurückziehst, können bestimmte Merkmale und Funktionen beeinträchtigt werden.
Funktional Immer aktiv
Die technische Speicherung oder der Zugang ist unbedingt erforderlich für den rechtmäßigen Zweck, die Nutzung eines bestimmten Dienstes zu ermöglichen, der vom Teilnehmer oder Nutzer ausdrücklich gewünscht wird, oder für den alleinigen Zweck, die Übertragung einer Nachricht über ein elektronisches Kommunikationsnetz durchzuführen.
Vorlieben
Die technische Speicherung oder der Zugriff ist für den rechtmäßigen Zweck der Speicherung von Präferenzen erforderlich, die nicht vom Abonnenten oder Benutzer angefordert wurden.
Statistiken
Die technische Speicherung oder der Zugriff, der ausschließlich zu statistischen Zwecken erfolgt. Die technische Speicherung oder der Zugriff, der ausschließlich zu anonymen statistischen Zwecken verwendet wird. Ohne eine Vorladung, die freiwillige Zustimmung deines Internetdienstanbieters oder zusätzliche Aufzeichnungen von Dritten können die zu diesem Zweck gespeicherten oder abgerufenen Informationen allein in der Regel nicht dazu verwendet werden, dich zu identifizieren.
Marketing
Die technische Speicherung oder der Zugriff ist erforderlich, um Nutzerprofile zu erstellen, um Werbung zu versenden oder um den Nutzer auf einer Website oder über mehrere Websites hinweg zu ähnlichen Marketingzwecken zu verfolgen.
  • Optionen verwalten
  • Dienste verwalten
  • Verwalten von {vendor_count}-Lieferanten
  • Lese mehr über diese Zwecke
Einstellungen ansehen
  • {title}
  • {title}
  • {title}

Demokratietag Logo Farbig

  • Infos
    • Hintergrund
    • Unterstützer
    • Medienpartner
    • Presse
    • Team
    • Newsletter
    • FAQ
  • Blog
  • Monat der DemokratieSEP 2026
    • Infos für Veranstalter*innen
      • Alle Infos auf einem Blick
      • Registrierung als Veranstalter*in
      • Login als Veranstalter*in
    • Kalender 2025
      • Charlottenburg-Wilmersdorf
      • Friedrichshain-Kreuzberg
      • Lichtenberg
      • Marzahn-Hellersdorf
      • Mitte
      • Neukölln
      • Pankow
      • Reinickendorf
      • Steglitz-Zehlendorf
      • Spandau
      • Tempelhof-Schöneberg
      • Treptow-Köpenick
  • Mitmachfest13.09.
    • Stand anmelden
  • Panel-Diskussion15.09.
  • Rückblick
    • Rückblick 2025
      • Mitmachfest 14.09.25
      • Abendveranstaltung 15.09.25
      • Aktionsmonat SEP 2025
      • Blogbeitrag zum Mitmachfest
    • Rückblick 2024
      • Aktionstag 15.09.2024
      • Aktionsmonat SEP 2024
      • Demokratiebox
      • Blogbeitrag zu 2024
    • Rückblick 2023
    • Rückblick 2022
Instagram E-Mail