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Gedenkstätte Deutscher Widerstand – Führung „Widerstand in Berlin“
30.09.2025, um 15:50 - 17:30
Kostenlos
Seit dem Überfall der deutschen Wehrmacht auf Polen am 1. September 1939 greifen Geheime Staatspolizei und Justiz noch entschiedener als in den Jahren zuvor in das Alltagsleben der Deutschen ein, um oppositionelle Regungen im Keim zu ersticken. Kritische Äußerungen Einzelner werden als „Wehrkraftzersetzung“ mit dem Tode bestraft. Einzelne nutzen dennoch ihre Handlungsspielräume. Sie helfen verfolgten Juden, Zwangsarbeitern, Kriegsgefangenen und Deserteuren, informieren über den tatsächlichen Kriegsverlauf und die nationalsozialistischen Gewaltverbrechen. Kriegsdienstverweigerer und Deserteure aus politischer Gegnerschaft entziehen sich trotz der drohenden Todesstrafe dem verbrecherischen Krieg. Regimegegner, die seit den 1930er Jahren wegen ihrer politischen Vorstrafen als „wehrunwürdig“ gelten, werden in besonderen „Bewährungseinheiten“ 999 zusammengefasst. Viele von ihnen sind bestrebt, Kriegshandlungen zu sabotieren oder zu desertieren. In Zusammenarbeit mit der Gedenkstätte Deutscher Widerstand bieten wir die Führungen durch ausgewählte Bereiche der Dauerausstellung an. Im Rundgang sprechen wir über Widerstandsaktivitäten einzelner Menschen und Gruppen sowie über deren Motive und Ziele informiert. Thematisiert wird auch der gesellschaftliche Umgang mit dem Widerstand gegen den Nationalsozialismus nach 1945.





