
7. Berliner Demokratietag
Streitbar, aber Seite an Seite – Wie Zusammenarbeit in polarisierten Zeiten gelingt
Datum
DI, 15.09.2026
Uhrzeit – Einlass
16:30
Uhrzeit – Diskussion
17:30 – 19:00 Uhr
Uhrzeit – Get Together im Café Urania
19:00 – 20:30 Uhr
Veranstaltungsort
Urania
An der Urania 17
10787 Berlin
Anmeldung
Die Veranstaltung ist kostenfrei.
Um Anmeldung wird gebeten.
Was bedeutet eine zunehmend spürbare Polarisierung für das Zusammenleben in Berlin? Wie können Menschen mit unterschiedlichen Meinungen, Erfahrungen und Hintergründen miteinander im Gespräch bleiben? Und was braucht es, damit aus Differenzen nicht nur Abgrenzung, sondern auch neue Formen der Zusammenarbeit entstehen?
Am Internationalen Tag der Demokratie und fünf Tage vor der Berliner Abgeordnetenhauswahl laden wir zur Diskussion darüber ein, wie demokratische Zusammenarbeit in polarisierten Zeiten gelingen kann.
Mit Impulsen von Dr. Greta Groß, wissenschaftliche Mitarbeiterin des Zentrums für Zivilgesellschaftsforschung im WZB, und Georg Diez, Historiker, Journalist und Buchautor.
In der anschließenden Paneldiskussion kommen wir ins Gespräch mit:
- Bürgerrat Marzahn-Hellersdorf, aus dem bundesweiten Modellprojekts „Klima trifft Kommune“, mit
- Dominik Chadid, Klimaschutzbeauftragter des Bezirksamts Marzahn-Hellersdorf von Berlin
- Raiko Hannemann, Vorstand des Vereins Demokratie. Gerechtigkeit. Bürgerräte Marzahn-Hellersdorf .
- Ina Metzner, wissenschaftliche Mitarbeiterin nexus Institut, Projektleitung im Dialogprozess Tempelhofer Feld
- Laura Kiehne, Gründerin des Vereins Respektraum e.V
Ein abschließendes Get-Together bietet Raum für den informellen Austausch bei Getränken im Café Urania (auf Selbstzahlerbasis).
Ein weiteres Highlight – Die Alex Talkbox ist auch mit dabei und kann vor, während oder nach der Veranstaltung genutzt werden:
Die ALEX Talkbox ist eine mobile Interviewkabine, die Passant:innen dazu einlädt Interviewgäst:innen zu sein. Die Talkbox nimmt sich für jede einzelne Person Zeit, geht in die Tiefe und schafft mithilfe technischer Mittel eine spielerische und neue Art der Partizipation. Die Besucher:innen haben in der Talkbox die Möglichkeit, ihre Meinungen und Perspektiven zu verschiedenen Themengebieten zu äußern. Das aufgezeichnete Material wird im Rahmen der dazugehörigen ALEX Talkbox-TV-Sendungen mit ausgewählten Expert:innen besprochen und als Basis für Diskussionen zu den jeweiligen Themengebieten genutzt.
Hinweis:
Leider musste Dr. Nadja-Raphaela Baer, Leiterin der Geschäftsstelle der Einstein Research Unit „Coping with Affective Polarization“, kurzfristig absagen. Wir freuen uns aber sehr, dass Dr. Greta Groß vom Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung den ersten Impuls übernehmen wird.
Weitere Informationen zu den Personen
Dr. Greta Groß
Dr. Greta Groß ist wissenschaftliche Mitarbeiterin am Zentrum für Zivilgesellschaftsforschung im MOTRA-Forschungsverbund. Ihre Forschungsschwerpunkte liegen in den Bereichen politische Kommunikation, affektive Polarisierung sowie Depolarisierung und demokratische Resilienz. Im Rahmen des MOTRA-Forschungsverbunds untersucht sie zudem Protest, unter anderem im Kontext medialer Protestnarrative sowie der Wahrnehmung von Protestlegitimität in der Bevölkerung.
Georg Diez
Georg Diez ist Historiker, Autor, Journalist und Kurator. Als Visiting Fellow beim Max-Planck-Institut für Politik- und Sozialwissenschaft in Göttingen und als Fellow bei ProjectTogether arbeitet er an neuen Konzepten der Demokratie. Zuletzt erschien sein Buch „Kipppunkte. Von den Versprechen der Neunziger zu den Krisen der Gegenwart“. Er schreibt regelmäßig seinen Substack „Überleben im 21. Jahrhundert“.
Bürgerrat Marzahn-Hellersdorf
Im Rahmen des Modellprojekts „Klima trifft Kommune“ erarbeitete ein ausgeloster Bürgerrat mit 33 Teilnehmenden konkrete Empfehlungen für den Hitzeschutz in Marzahn-Nord. Anschließend stimmten die Einwohner:innen des Stadtteils über umsetzbare Vorschläge ab – die Ergebnisse bilden nun eine Grundlage für weitere Entscheidungen des Bezirksamts.
Mehr Informationen zum Bürgerrat
Ina Metzner
Das Tempelhofer Feld ist ein einzigartiger städtischer Raum in Berlin, dessen Fortbestand durch das „Gesetz zum Erhalt des Tempelhofer Feldes“ (ThF-Gesetz) seit 2014 gesetzlich geregelt ist. 10 Jahre nach dem Volksentscheid über die Nichtbebauung des Tempelhofer Feldes hatte der Senat von Berlin angesichts veränderter Rahmenbedingungen – Bevölkerungswachstum, höhere Anforderungen an den Klimaschutz, Wohnungsnot – beschlossen, die Stadtbevölkerung erneut zum Dialog darüber einzuladen, welches Tempelhofer Feld sich die Berlinerinnen und Berliner wünschen. Dabei sollte eine Vielfalt der Perspektiven und Stimmen gehört werden. In drei Dialogwerkstätten entwickelten von Herbst 2024 bis Sommer 2025 rund 160 zufällig ausgewählte Berlinerinnen und Berliner Empfehlungen zur Zukunft des Tempelhofer Feldes, welche als eine Grundlage und Maßstäbe in die Ausschreibung des stadt- und freiraumplanerischen Ideenwettbewerbs eingeflossen sind. Der Beteiligungsprozess war dabei grundsätzlich ergebnisoffen. Mit der Konzeption und Umsetzung des Dialogprozesses war das neutrale Durchführungsinstitut nexus Institut beauftragt. Projektleiterin Ina Metzner gibt im Panel Einblicke in den vielschichtigen Dialogprozess.
Respektraum e.V.
Der Respektraum e.V. ist eine politisch und weltanschaulich ungebundene gemeinnützige Privatinitiative. In ihm engagieren sich Menschen mit ganz unterschiedlichen beruflichen und biografischen Hintergründen. Die Initiative Respektraum schafft Räume für respektvolle Gespräche über gesellschaftliche Grundsatzfragen. Im Mittelpunkt stehen persönliche Begegnung, der Austausch unterschiedlicher Positionen und eine Debattenkultur, in der Argumente und gegenseitiger Respekt wichtiger sind als Polarisierung und vorschnelle Zuschreibungen.
Zur Webseite von Respektraum e.V.
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