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SUMMARY:Zu viel Ich\, zu wenig Wir? Wie Gesellschaft auseinanderdriftet
DESCRIPTION:Gerade in Wahlmonaten werden Fragmentierung und Spaltung der Gesellschaft besonders deutlich. Oft begleitet von der Frage: Wie sollen wir nach dem Urnengang wieder miteinander ins Gespräch kommen? \nDemokratie braucht Gemeinschaft. Sie braucht Orte\, privat wie öffentlich\, an denen Menschen mit ihren verschiedenen Einstellungen und Lebensformen aufeinandertreffen. Doch gerade diese gemeinschaftlichen Orte verschwinden real oder aus dem Bewusstsein – Nachbarschaften\, Vereine\, Kirche\, Kulturorte. \nIn unserer digitalisierten Gesellschaft ist es einfach geworden\, sich nur noch mit Gleichgesinnten zu umgeben\, sei es im Netz oder im Alltag. In der eigenen Blase wird bequem bestätigt\, was man sowieso schon zu wissen glaubte\, und jede Abweichung davon wird ohne echte Auseinandersetzung als falsch abgetan. \nInmitten der aufgeheizten Stimmung fragen wir uns: Woher kommt dieses kommunikative Versagen? Verlieren wir unseren Gemeinschaftssinn? Denn nichts bringt Menschen mehr dazu\, respektvoll miteinander umzugehen und einander zuzuhören\, als geteilte Erfahrungen. Deshalb wollen wir miteinander diskutieren\, was unsere Gesellschaft spaltet. Erleben wir zu viel Ich und zu wenig Wir? \nEs diskutieren die Kulturwissenschaftlerin Annekathrin Kohout\, geboren in Gera\, die politische Soziologin Céline Teney\, geboren in Belgien\, und die politische Beraterin und Autorin Nora Zabel. Moderiert von Sibylle Anderl (DIE ZEIT) und Kathrin Kühn (Deutschlandfunk). \nIm Anschluss gibt es bei einem Empfang im Foyer die Gelegenheit zu persönlichen Gesprächen mit den Podiumsgästen. \nÜber das ZEIT Forum Wissenschaft \nDas ZEIT Forum Wissenschaft ist eine Kooperation der Wochenzeitung DIE ZEIT und der ZEIT STIFTUNG BUCERIUS mit dem Deutschlandfunk\, der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften und dem Humboldt Forum. Die Veranstaltungsreihe bringt viermal jährlich herausragende Expert*innen mit einem interessierten Publikum zusammen. Live vor Ort und im Radioprogramm des Deutschlandfunks werden Themen aus allen Bereichen der Wissenschaft erörtert und intensiv diskutiert. \nAuf dem Podium \nCéline Teney ist Professorin für Makrosoziologie an der Freien Universität Berlin. Sie hat an der Université Libre de Bruxelles\, Belgien\, promoviert. Ihre Forschungsschwerpunkte liegen in den Bereichen der politischen Soziologie und Soziologie der Migration. \nNora Zabel wurde 1996 in Hagenow\, Mecklenburg-Vorpommern\, geboren. Sie trat als 15-Jährige in die CDU ein und engagierte sich im Wahlkampf für Angela Merkel. 2025 machte sie in Heidelberg ihren Master in Politikwissenschaften. Sie war als Campaignerin in der Parteizentrale der CDU tätig und arbeitete zuletzt für die CDU-Politikerin und Staatsministerin im Auswärtigen Amt Serap Güler. Heute ist sie als politische Beraterin tätig. 2025 erschien ihr Buch „Vereint in Zerrissenheit – Die ostdeutsche Generation Z zwischen zwei Welten“ im Verlag Droemer Knaur. \nSibylle Anderl leitet das Ressort Wissenschaft der ZEIT. Sie studierte Physik und Philosophie in Berlin und wurde dann in Bonn im Fach Astrophysik promoviert. Danach forschte sie zunächst einige Jahre in Grenoble zum Thema Sternentstehung\, bevor sie 2017 als Redakteurin ins Feuilleton der „FAZ“ wechselte. 2021 wurde sie dort in die Leitung des Wissenschaftsressorts berufen\, 2024 wechselte sie zur ZEIT nach Hamburg. Sibylle Anderl ist Herausgeberin der Kulturzeitschrift „Kursbuch“ und Autorin verschiedener Sachbücher. Für ihre publizistischen Leistungen wurde sie mehrfach ausgezeichnet. \nKathrin Kühn ist Redakteurin und Moderatorin in der Deutschlandfunk Wissenschaftsredaktion. Sie ist dort für die Gesellschaftswissenschaften zuständig und verantwortet den Podcast „Systemfragen“. Kathrin Kühn hat am Dortmunder Institut für Journalistik zu Relevanzentscheidungen und Formatentwicklung fürs Podcasting promoviert und parallel in einem EU-Forschungsprojekt zu Europäischer Öffentlichkeit gearbeitet. Vor dem Deutschlandfunk war die Diplom-Journalistin mehr als 15 Jahre lang Nachrichtenjournalistin und später crossmediale Chefin vom Dienst im WDR. Aufgewachsen als Nichtakademiker-Kind in Ostwestfalen und im Ruhrgebiet gibt sie Workshops für Volontärinnen und Volontäre zu Perspektivenvielfalt und der Bedeutung der eigenen Sozialisation für die journalistische Arbeit. \nWeitere Informationen: kostenfrei – Ticket erforderlich. Einlass ab 17:30 Uhr\, pünktlicher Beginn um 18:00 Uhr. Dauer: 120 min. Ab 16 Jahre. Sprache: Deutsch. Ort: Saal 1\, EG. Teil von: ZEIT Forum Wissenschaft
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SUMMARY:Nicht die Ersten – Bewegungsgeschichten von Queers of Color in Deutschland. Buch\, Kurzfilm und Gespräch mit Tarek Shukrallah
DESCRIPTION:Wer erzählt Geschichte? Welche Stimmen werden erinnert\, welche geraten in Vergessenheit? Und wie können queere Erfahrungen von Migration\, Widerstand und Gemeinschaft über Generationen hinweg weitergegeben werden? \nIn BERLIN GLOBAL laden wir dich zu einem Abend mit Tarek Shukrallah ein. Ausgangspunkt ist das Buch „Nicht die Ersten: Bewegungsgeschichten von Queers of Color in Deutschland“ (Assoziation A\, 2024)\, das queere Schwarze Menschen und People of Color als Teil einer langen\, oft übersehenen Bewegungsgeschichte zusammenbringt. \nDie Publikation von Shukrallah versammelt Erinnerungen und politische Auseinandersetzungen aus mehreren Generationen und verschiebt den Blick auf aktuelle Debatten: Kämpfe um Sichtbarkeit\, Zugehörigkeit und Selbstbestimmung knüpfen an bestehende Netzwerke und Erfahrungen an. Zugleich geht es darum\, wie Geschichte erzählt\, weitergegeben und bewahrt wird. \nDer Abend verbindet Lesung\, Gespräch und Film. Wir zeigen den Kurzfilm „unbequem für eine andere Zukunft“ (2024) von Tarek Shukrallah und Asarela Orchidia Dewi\, der Motive des Buches in eine visuelle Auseinandersetzung mit Erinnerungskulturen von Queers of Color übersetzt. \nIm Gespräch mit Omar Nicolas verhandelt Shukrallah Archive als Orte der Bewahrung und des Ausschlusses. Sie sprechen über die Weitergabe von Wissen zwischen Generationen und darüber\, wie sich queere BIPoC-Geschichten auch jenseits institutioneller Rahmen zugänglich machen lassen. \nDie Veranstaltung ist Teil der Freifläche „Time Machine Infinitum – Queeres migrantisches Berlin“. Die Arbeit von Noam Gorbat\, Omar Nicolas und Sama Ahmadi bringt historische und gegenwärtige Spuren queerer migrantischer\, Schwarzer\, jüdischer und BIPoC-Gemeinschaften in Berlin zusammen. Das Projekt versteht Geschichte als ein Geflecht aus Erinnerungen und Erfahrungen\, das Vergangenheit\, Gegenwart und Zukunft verbindet. \nBeteiligte \nTarek Shukrallah ist Politik- und Sozialwissenschaftler*in\, Autor*in und Kurator*in. Shukrallah beschäftigt sich unter anderem mit Kritikperspektiven von Queer of Color\, queerer Bewegungsgeschichte und Intersektionalität in Deutschland sowie mit Sexualpolitiken und politischer Transformation in Nordafrika. Der Sammelband „Nicht die Ersten: Bewegungsgeschichte von Queers of Color in Deutschland“ (Assoziation A\, 2024) geht auf eine mehrjährige umfangreiche Forschung\, insbesondere in Zusammenarbeit mit dem Schwulen Museum Berlin\, zurück und ist Tarek Shukrallahs erste Buchpublikation. Der Band erschien 2026 in dritter\, überarbeiteter Auflage. \nOmar Nicolas ist Künstler\, Kurator\, Designer und Musikproduzent in Berlin. Die multimediale Praxis verbindet künstlerische Forschung mit Popkultur und gesellschaftskritischen Fragestellungen. Omar war Mitbegründer*in von Fehras Publishing Practices. Arbeiten wurden unter anderem bei documenta 15\, HKW Berlin\, Sharjah Biennale und EMST Athen gezeigt. Seit 2019 entwickelt Omar das Musikprojekt „OMAR KTD“. Zusammen mit Noam Gorbat und Sama Ahmadi konzipierte und realisierte Omar die Freiflächen-Installation “Time Machine Infinitum – Queeres migrantisches Berlin” in BERLIN GLOBAL. \n– 5 EUR / ermäßigt 3 EUR. Bitte buchen Sie Ihr Ticket vorab online oder an der Kasse im Foyer.\n– Einlass ab: 18:00\n– ab 16 Jahre\n– Sprache: Deutsch\n– Ort: Berlin Ausstellung\, 1. OG\, Saal 5 Berlin Raum\n– Gehört zu: Time Machine Infinitum. Queeres migrantisches Berlin\, BERLIN GLOBAL
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SUMMARY:Post Palast. Die Kinder der 90er und ihre DDR
DESCRIPTION:Die Neuerscheinung Postwendekinder bringt uns ins Gespräch. Der Palast der Republik\, einst Ort staatlicher Repräsentation und kulturellen Lebens in der DDR\, wurde in den 1990er Jahren zum Streitfall und Symbol der Konflikte um die Wiedervereinigung. Sein Abriss zwischen 2006 und 2008 löst bis heute kontroverse Debatten über Erinnerung und die Frage aus\, wessen Stimmen Gehör finden – nicht zuletzt im Humboldt Forum. \nWas bedeutet der Palast für eine Generation\, die ihn überwiegend aus Erzählungen kennt? Und wie prägte das Erbe der DDR die Menschen\, die in den 1990er Jahren geboren wurden? \nDie Neuerscheinung Postwendekinder. Für eine solidarische und gleichberechtigte deutsch-deutsche Zukunft ist für uns Anlass\, zu einem Gespräch einzuladen. \nMit Dominique Falentin\, einer Kuratorin der Ausstellung Hin und weg (2024/25 im Humboldt Forum)\, und dem Kulturwissenschaftler Julius L. Jung diskutieren wir über ihre Perspektiven auf den Palast der Republik. Mit Angelique Pershon\, Herausgeberin von Postwendekinder\, und einer weiteren Stimme aus dem Band fragen wir\, warum es wichtig ist\, sechsunddreißig Jahre nach der Wiedervereinigung über deutsche Identitäten junger Menschen zu sprechen. \nWir laden das Publikum ein\, mitzudenken und mitzudiskutieren. \nModeriert von Dr. Judith Prokasky\, Stiftung Humboldt Forum. \n– 8 EUR / ermäßigt 4 EUR\n– Dauer: 120 min\n– Ort: Saal 3\, EG\n– Teil von: ORTS-Termin
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SUMMARY:Auf den Spuren der Geschichte. Führung zur Geschichte des Ortes
DESCRIPTION:Der Ort\, an dem das heutige Humboldt Forum steht\, hat eine lange und wechselvolle Geschichte: Hohenzollernresidenz\, Aufmarschplatz\, Palast der Republik und große Wiese – immer war er inmitten Berlins ein Schauplatz von besonderer politischer Bedeutung und zugleich auch einer des künstlerischen Ausdrucks. \nWelche Themen und Objekte erinnern heute noch an die Vergangenheit und die verschiedenen historischen Ereignisse? Und was sagen sie über die Geschichte des Ortes aus? \nDie Überblicksführung regt dazu an\, über Geschichtsbilder und ihre Wirkung in der Gegenwart zu diskutieren. Anhand von ausgewählten Stationen und Objekten bietet sie einen Einblick in die Geschichte des Ortes von der Zeit der Kurfürsten\, Könige und Kaiser bis hin zur Debatte um den Abriss des Palasts der Republik und veranschaulicht die vielfältige Nutzung des Ortes in verschiedenen Zeiten. \n\nBitte buchen Sie Ihr Ticket vorab online oder an der Kasse im Foyer.\nTermine und Ticketbuchung für den kommenden Monat werden jeweils zum Ende des Vormonats freigeschaltet.\nDauer: 60 min\nab 14 Jahre\nSprache: Deutsch\nOrt: 1. OG\, 2. OG\, 3. OG\, Foyer\, Passage\, Schlüterhof\, Skulpturensaal\, EG\nmax. 25 Personen
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